Allgemeine Hinweise
Die Genauigkeit eines Messumformers wird unterschiedlich angegeben. Bei vielen deutschen Firmen wird entsprechend den Güteklassen bei anzeigenden Instrumenten eine Gesamtgenauigkeit unter Normalbedingungen angegeben. Dazu kommen eventuelle Angaben über das Verhalten bei Abweichung von diesen Normalbedingungen, z. B. Temperaturgang, Fehler bei Änderung des statischen Druckes, bei Änderung des Zuluftdruckes usw. Im Ausland ist es dagegen üblich, Einzelangaben über die auftretenden Fehler zu machen. So werden die Linearitätsfehler, die Hysterese und die Reproduzierbarkeit getrennt angegeben. Ein Vergleich zwischen diesen Angaben und einer Gesamtgenauigkeit ist daher nicht ohne weiteres möglich. Es ist aber vorteilhaft, wenn man sich für einen speziellen Einsatzfall ein Gerät anhand der angegebenen Einzelfehler aussuchen kann.
Da beispielsweise ein Messumformer, der für eine Regelung eingesetzt werden soll, in der Praxis nur in einem kleinen Teil seines Messbereiches arbeitet, ist auch nur das Verhalten innerhalb dieses kleinen Ausschnittes von Bedeutung. Man wird also einem Gerät mit guter Reproduzierbarkeit und geringem Hysteresefehler den Vorzug geben vor einem Gerät mit hervorragender Linearität.
Bei der Auslegung einer Anlage spielt die Genauigkeit der Geräte nämlich auch eine große finanzielle Rolle. Je größer die Genauigkeit ist, desto höher wird der Preis eines Messgerätes, wobei man allgemein sagen kann, daß der Preis mit dem Quadrat der Genauigkeit steigt. Es gilt also, genau abzuwägen, wie hoch man die Anforderungen bei einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand stellen darf. Aus dieser Sicht dürfte für fast alle pneumatischen Geräte das Optimum bei 1 % Gesamtfehler liegen, immer gerechnet von der Messspanne des Gerätes.
Messumformer werden allgemein mit einem Zuluftdruck von 1,3 bis 1,5 bar betrieben, bei elektrischen Geräten mit einer Speisespannung von 220 V ~ , 24 V ~ oder 24 V =.
Trotz sehr guter Dämpfung sollte man sie doch nicht an Orten montieren, wo sie großen Erschütterungen ausgesetzt sind. Starke Temperaturschwankungen sind auch möglichst zu vermeiden.
Messumformer haben sich heute überall in großer Zahl durchgesetzt, insbesondere dort, wo Messort und Ausstellungsort des Reglers räumlich getrennt sind oder alle Bedienungselemente einer Anlage in einer Schaltwarte zusammengefaßt werden sollen. Obwohl eine Regelanlage durch den Einsatz von Messumformern unter Umständen etwas aufwendiger wird gegenüber der Verwendung von Reglern mit eingebautem Messsystem, stehen dem entgegen die wesentlichen Vorteile, wie:
- leichte Übertragung von Messwerten durch Einheitssignale,
- einheitliche Ausführung und leichte Lagerhaltung der nachgeschalteten Mess- und Regelgeräte
- und die Möglichkeit, schwierige Regelaufgaben durch Zusammenschaltung verschiedener Standardbausteine (pneumatische Relais oder ähnliches) zu lösen.


