Das Kreuzspulmeßsystem
Die Hauptbestandteile des Kreuzspulgerätes sind:
- der Dauermagnet 6 mit Eisenkern 7
- das bewegliche Bauteil, bestehend aus der Kreuzspule 8, dem Zeiger 9 und den Stromzuführungsbändern 10.

Funktion
Die Kreuzspule besteht aus zwei festverbundenen, gekreuzten Spulen und ist im Feld eines Dauermagneten um einen Weicheisenkern drehbar gelagert. Der Luftspalt zwischen Magnet und Kern nimmt von der Mitte her nach beiden Seiten ab, die Feldstärke in gleichem Maße zu. Die für die Stromzuführung vorgesehenen Metallbänder sind richtkraftfrei, so daß das bewegliche Bauteil im stromlosen Zustand jede Lage einnehmen kann.
Fließt Strom durch beide Spulen, so entstehen Drehmomente, die sowohl von der Stromstärke als auch von der jeweiligen Stellung der Spulen im Magnetfeld abhängig sind. Die Spule nimmt dann die Stellung an, bei der das Drehmoment der einen Spulenhälfte dem der anderen das Gleichgewicht hält. Die Anzeige ist damit nur abhängig vom Verhältnis der Ströme in den beiden Spulen. Liegen beide Spulen an derselben Spannung, dann ist die Zeigerstellung nur abhängig von demVerhältnis der Widerstände in den beiden Spulenzweigen.
Hält man den Widerstand des einen Spulenzweiges konstant und macht den des anderen Spulenzweiges veränderlich, erhält man eine in Widerstandswerten geeichte Skala. Damit wurde ein Hauptverwendungsgebiet des Kreuzspulgerätes genannt. Der große Vorteil ist die weitgehendste Spannungsunabhängigkeit.
Anwendung
Das Kreuzspulgerät wird für Widerstandsmessungen sowie für Temperaturmessungen mit Widerstandsthermometern eingesetzt. Man benötigt jedoch immer eine Hilfsenergie.


